Landtagswahl in Bayern am 28. September 2008
Herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler für das Vertrauen, das Sie in mich gesetzt haben. Es wurde dadurch ein wunderbarer Erfolg für die gesamte Liste.

Nach den genauen Auszählungen haben mich die Wählerinnen und Wähler um 13 Plätze nach vorne gebracht. Jede Stimme kam auch der Liste der Grünen zugute und hat somit zu den erreichten 9,4 % landesweit beigetragen. Es gab für mich aus dem gesamten Bereich Oberbayern Stimmanteile, wobei in München (speziell im eigenen Wahlkreis) ein Satz um 34 Plätze nach oben besonders hervorzuheben ist. Mein Bekanntheitsgrad im ländlichen Raum ließ allerdings zu wünschen übrig. Das Gesamtergebnis kann sich dennoch sehen lassen!

Hier meine offizielle Bewerbung auf der Landesliste

Liebe Freundinnen und Freunde,

die homosexuelle Wählerschaft galt bei der letzten Kommunalwahl in München als stark umworbene Klientel und stellt auch in ländlicheren Gebieten eine nicht zu unterschätzende Minderheit dar. Als Vertreter der Rosa Liste (schwullesbische Wählervereinigung) konnte ich als Spitzenkandidat in meinem Stadtbezirk ein Rekordergebnis einfahren und ich wurde dank der engen Zusammenarbeit mit den Grünen in der neuen Legislaturperiode als "Stadtteilbürgermeister" wieder gewählt. Wir können nun auf komfortable 42 Prozent (davon 12,9 % Rosa Liste) der Wählerstimmen bei uns bauen.

Die enge Bindung zu den Grünen drückt sich nicht nur in Fraktionsgemeinschaften und Listenverbindungen aus, denn meist werden wir bei offiziellen Anlässen als Einheit wahr genommen. Aus den 25 Münchner Bezirken bin ich der einzige nicht Rot oder Schwarz gefärbte, offen schwul lebende Stadtteilbürgermeister und verkörpere einen Teil der Erfolge, die vor allem die Grünen auf Bundes- und Landesebene realisiert haben oder noch einfordern wollen.

Selbst dieser Minderheit zugehörend, ist es besonders für die schwullesbischen Wähler von Bedeutung, dass ein offen lebender Mandatsträger deren Interessen kennt und gleichzeitig für alle anderen Themenfelder Ansprechpartner ist. Zahlreiche Anfragen während meiner Amtszeit haben mich in dieser Denkweise bestärkt.

Die Schwerpunkte meiner Kandidatur:
- Förderung von Vielfalt. Neben der eigenen Minderheit wird die Gesellschaft in unserem Stadtbezirk geprägt von einer bunten Mischung aus einer Vielzahl von ethnischen, religiösen und kulturellen Gruppierungen. Dieses friedliche funktionierende Miteinander soll für ganz Bayern mit der Maxime "leben und leben lassen" als typisch "grünes" Erfolgsrezept kommuniziert werden.
- Verbesserungen im Schulsystem mit dem Ziel von Ganztagstagsschulen wie es von Eltern und Schulleitungen (auch in meinem Umfeld) vehement gefordert wird
- auf Grund meines Studiums zum Diplom - Forstwirt bei allen ökologischen Themen. Nachhaltige Forstwirtschaft, kein Zurück vom Ausstieg aus der Atomwirtschaft, Förderung des Nahverkehrs und keine Wiederholung eines Transrapid oder ähnlichem Quatsch sind nur einige Punkte dieses Themenfelds.
- Es muss (wie in den meisten anderen Bundesländern) die Lebenspartnerschaft von Schwulen und Lesben ganz offiziell beim Standesamt erfolgen. Dies hat eine Symbolkraft für die Wertschätzung dieser Partnerschaften. Zudem besteht auf Länderebene dringender Handlungsbedarf, um ein Umfeld zu schaffen, das den Weg frei macht für Beratungsstellen im ländlichen und kleinstädtischen Raum. Das betrifft die Themen Gesundheit, Menschen mit Migrationshintergrund, Anti - Gewalt Projekte, aber auch Lösungen speziell für Alte oder Junge in ihren Coming - out Phasen. Besonders brisant ist dies in der Regel in der Familie und am Arbeitsplatz/Schule. Diese Liste erhebt keinen Anspruch Vollständigkeit.

Erfahrungen in praktischer politischer Arbeit habe ich in den 12 Jahren durch mein Mandat im Bezirksausschuss im zentralen Stadtbezirk 2 mit seinen 45.000 Bewohnern gesammelt. Als Vorsitzender seit 2002 leite ich das Gremium und versuche nun auf der Landesliste zum Erfolg der Grünen für die Landtagswahl beizutragen, in der Hoffnung, dass diese Keimzelle im Stadtzentrum landesweit gedeiht und seine aufstrebende Entwicklung fortsetzt.

Ich bitte um Eure Stimme auf der Landesliste für Oberbayern. Liste 3 Platz 56

Meine persönlichen Daten:
Alexander Miklosy
geb. 22.02.1949 in Cham, aufgewachsen im Münchner Stadtteil Haidhausen und studiert in München
1969 Abitur, 1978 Abschluss als Diplom Forstwirt an der LMU München
Vorsitzender Bezirksausschuss 2 (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) seit 2002
Wohnort: Baaderstraße 82, 80469 München, E-mail: miklosy@aol.com

Stadtratswahl / Bezirksausschusswahl 2008:
Ein herzliches Dankeschön an alle Wählerinnen und Wähler, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und dadurch zum Erfolg der Rosa Liste beigetragen haben. Zusammen mit den Grünen haben wir
42 % im BA!!!

Ergebnisse der Kommunalwahlen im März 2008:
Im Bezirksausschuss hat die Rosa Liste ihr bislang bestes Ergebnis ihrer Geschichte erreicht. Mit sage und schreibe 12,9 % Stimmenanteil wurde eine neue historische Bestmarke nach 11 % vor vier Jahren gesetzt.

In den neuen Bezirksausschuss können nun 3 Mandatsträger (von 23 gesamt) für die nächsten 6 Jahre in das Gremium einziehen. (Sitze: Grüne: 7, SPD 7, CSU 5, RoLi 3, FDP 1)

Die vorläufigen Endergebnisse im einzelnen:
1. Spalte erreichter Platz, 2. Spalte Aufstellung in der Liste vor der Wahl, nach dem Namen: Anzahl der erreichten Stimmen:

1 1 Miklosy Alexander 4327
2 2 Niederbühl Thomas 3786
3 3 Schiermeier Franz 2495
4 4 Neumann Klaus 2411
5 8 Tappe Michael 2039
6 10 Heymann Harry 1891
7 5 Hastreiter Andreas 1815
8 7 Klose Andreas 1809
9 18 Runhof Adrian 1748
10 6 Haas Henrik 1742
11 17 Hübner Jörg 1660
12 14 Alakara Ilhan 1641
13 16 Heidenreich Klaus-Dieter 1631
14 9 Jobst Erhard 1614
15 20 Tröscher Thomas 1607
16 12 Roßbach Jürgen 1602
17 21 Estavillo Oliver 1569
18 13 Tröscher Wolfgang 1565
19 15 Kempf Theo 1559
20 11 Hauptfleisch Norbert 1551
21 19 Mika Sven 1502
22 23 Dr.Hellmuth Hans-Heinrich 1374
23 22 Pretz Walter 1305

Im Stadtrat konnte die Rosa Liste ihren Sitz behaupten. Mit 1,9 % der abgegebenen Stimmen lag sie knapp hinter dem Ergebnis aus dem Jahr 2002. Alle Spitzenkandidaten konnten ihre Plätze behaupten. Bestmarke aller Stadtbezirke wurde wieder im Bezirk 2 (Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt) mit 7,7% aller Stimmen (nach 8,1% aus dem Jahr 2002) gesetzt.

Im Anschluss finden Sie in der ersten Spalte den erreichten Listenplatz, dann den Platz auf dem Wahlzettel mit Name und Anzahl der Einzelstimmen:
1 1 Niederbühl Thomas 34276
2 2 Braaz Rita 23735
3 3 Miklosy Alexander 19690
4 4 Horn Diana 15028
5 5 Frietinger Sebastian 12493
6 6 Bumes Cornelia 12272
7 8 Gerlach Stephanie 10879
8 9 Tappe Michael 10789
9 10 Engl Sylvie 10759
10 7 Roßbach Jürgen 10755
11 23 Ambacher Peter 10244 (Miss Piggy, diesmal nicht Häufelkönigin, aber weit nach vorne!), weitere Platzierungen auf Anfrage
Endergebnis:
1 Stadtratsmandat, Stimmenanteil 1,9 %

Artikel von Günter Reisbeck aus dem Jahr 2007:

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Wie wählt Münchens "progressivster" Stadtbezirk
Der 2. Stadtbezirk, der sich wie eine Banane südlich und süd-westlich um die Altstadt Münchens legt (also vom Isartorplatz bis zum Hauptbahnhof mit seinen Stadtteilen Gärtnerplatzviertel, Glockenbachviertel, Dreimühenviertel, Schlachthof, Klinikviertel, Wiesnviertel und Bahnhofsviertel) hat sich in den letzten Jahren zu dem Stadtbezirk entwickelt, in dem sich vieles rapide ändert, in dem allerlei "Szenen" ihre Heimat gefunden haben, in dem "die Kreativen" eingezogen sind. So jedenfalls verkünden es uns wohl nicht ganz falsch die Medien immer wieder.

Stadtbezirk im rapiden Umbruch
Während Schwabing und Maxvorstadt längst vor Biederkeit und Bürgerlichkeit erstarrt sind und das ehemals unruhige und aufregende Haidhausen nun einen ähnlichen Weg geht, steckt der 2. Stadtbezirks und hier speziell die Bezirksteile Gärtnerplatz-, Glockenbach- und Dreimühlenviertel in einem rapiden Umbruch. Dieser zeichnet sich durch den Zuzug vieler meist junger (und auch gut ausgebildeter und solventer) Menschen aus, was Miet- und Kaufpreise von Wohnungen in die Höhe schnellen läßt, durch eine neue, vielfältige Betriebs- und Geschäftsstruktur, die das Straßenbild stark verändert, und durch die Neueröffnung zahlreicher Lokale, die allerlei, auch eigenartiges Ausgehpublikum aus der übrigen Stadt und dem Umland anziehen. Während bis vor etwa 10 Jahren Gärtnerplatz und Glockenbach die bevorzugte Nachbarschaft von Schwulen und Lesben waren und dies immer mehr auch das äußere Erscheinungsbild der Viertel prägte, wird's nun eng hier, weil auch alle möglichen anderen "Szenen" sich breit machen, was nicht ohne Konflikte vor sich geht.
Offene Gewalttaten nehmen zu, eine latente Aggressivität vor allem in den Nächten am Wochenenden prägt nun immer öfter die Straßen und Plätze, dank eines neuen (männlichen) Hetero-Ausgehpublikums, das sich ganz deutlich vom traditionellen und mehrheitlich eher gediegenen Homo-Publikum unterscheidet.

Neue und alte Kreative
Im Unterschied zum manch aufdringlichen Wochenendbesuchern von auswärts ist die Wohnbevölkerung immer mehr eher von der Schicht der "neuen Kreativen" geprägt, also etwa derjenigen, die "irgendwas mit Medien" machen. Auch wenn diese ihre Tage dann in den Studios und Büros der neuen Kommunikationsindustrien im aufgeräumten Unterföhring und Ismaning verbringen müssen, so kehren sie abends doch scharenweise in ihr Gärtnerplatz- oder Glockenbachviertel zurück, wo sich's halt einfach besser wohnen lässt. Für die traditionellen Kreativen, also die Künstler und Lebenskünstler bleibt in der Isarvorstadt allerdings immer weniger Raum, sie ziehen weiter nach Sendling und auf die Schwanthalerhöhe, wohin ihnen ganz schnell die neuen Kreativen als Wohnbevölkerung und die Vorstadtjugend als Ausgehpublikum folgen werden. Dann, in einigen Jahren, dürfte es am Gärtnerplatz und Glockenbach wieder ruhiger werden, wobei allerdings der zur Zeit ablaufende Gentrifizierungsschub kaum mehr rückgängig zu machen sein wird (wie es etwa in der Entwicklung Haidhausens anschaulich vorgemacht wurde).

Wie wählen alte und neue Kreative, Homos und Heteros im 2. Stadtbezirk am 2. März 2008, dem Tag der Münchner Kommunalwahlen?
Die letzten Wahlen wiesen Ludwigs- und Isarvorstadt als den Stadtbezirk aus, in dem rot-grün-rosa immer eine mächtige Mehrheit hatte, wobei grün sogar gelegentlich vor rot lag. Dies führte auch zu einer Besonderheit im 2. Stadtbezirk, die es sonst nirgends in München gibt. Als einziges Stadtviertelparlament (dem sog. Bezirksausschuss, siehe http://www.muenchen.info/ba/02/) in München wird der 2. Stadtbezirk von einem Vorsitzenden regiert, der weder SPD noch CSU angehört. Seit den letzten Kommunalwahlen 2002 stellt die schwul-lesbische WählerInnen-Initiative Rosa Liste mit Alexander Miklosy den BA-Vorsitzenden. Gewählt wurde er in diesem Stadtteilgremium von CSU, Grünen und Rosa Liste und siegte damit über den SPD-Kandidaten, und das obwohl die SPD die meisten Sitze im Bezirksausschuss 2 innehat, nämlich 9 (CSU: 7, Grüne: 6, Rosa Liste:3).
Die Prozentergebnisse für die Bezirksausschusswahl erbrachten 2002 für rot-grün-rosa satte 71%, während CSU und FDP gerade mal 29% zusammen bekamen. Interessant ist auch die annähernde Stimmengleichheit von SPD einerseits und Grüne-Rosa Liste andererseits, nämlich 36% zu 35%. Dies bedeutet, dass im 2. Stadtbezirk bei den BA-Wahlen der grün-rosa Block genauso stark ist wie die SPD und dass die CSU gegenüber diesen beiden Gruppen weit abgeschlagen landete.
Hier noch die Einzelergebnisse zu den Bezirksausschusswahlen im 2. Stadtbezirk:
CSU: 26%; SPD: 36%; Grüne 24%, Rosa Liste 11 %; FDP: 3%.
Die Wahl zum Stadtrat brachte ein ähnliches Ergebnis in der Ludwigs-/Isarvorstadt. Hier die Zahlen für den 2. Stadtbezirk (in Klammern jeweils die Gesamtmünchner Ergebnisse): CSU: 24% (36%); SPD: 38% (42%); Grüne 19% (10%); Rosa Liste 8% (2%); FDP 4% (4%); PDS 3% (1%). Auch für die Stadtratswahlen ergab sich also im 2. Stadtbezirk eine rot-rot-grün-rosa Mehrheit von 68%, während diese Konstellation auf gesamtmünchner Ebene nur 55% erreichte. Im 2. Stadtbezirk erreicht also der "rot-grün-alternative Block" 13% mehr Stimmen als auf Münchner Ebene. Ein ähnliches Ergebnis gab es nur noch in einem weiteren Stadtbezirk, nämlich auf der Schwanthalerhöhe (8. Stadtbezirk).
Bei den OB-Wahlen 2002 erreichte der SPD-Amtsinhaber Christian Ude im 2. Stadtbezirk 72% (in München gesamt: 64,5%), der Kandidat der Grünen, der 3. Bürgermeister Hep Monatzeder 5,6% (Gesamtmünchen: 2,7%). Für beide war dies das höchste Ergebnis in einem Stadtbezirk überhaupt. Die beiden rot-grünen Kandidaten erzielten also in der Ludwigs- und Isarvorstadt zusammen 77,6%, während sie auf gesamtmüchner Ebene "nur" 67,2% erreichten.
Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2004 erreichte rot-rot-grün im zweiten Stadtbezirk zusammen 60% (SPD: 16,7%; Grüne: 40,6%; PDS: 2,5%), während auf Münchner Ebene die 3 Parteien zusammen nur 43,7% erhielten (SPD: 18,8%; Grüne: 23,3 %; PDS: 1,6%). Während also bei der Europawahl in München die rechten Parteien CSU und FDP einerseits rot-grün andererseits überflügelten, war dies im 2. Stadtbezirk völlig anders: Hier kamen CSU und FDP gerade mal auf 34%. Das sensationellste Ergebnis der Europawahlen, nämlich die Tatsache, dass die Grünen in München die SPD überflügelten, zeigte sich im 2. Stadtbezirk am ausgeprägtesten von allen Münchner Bezirken: In diesem Stadtbezirk waren die Grünen mit 40,6% überhaupt die stärkste Partei (zum Vergleich: CSU 27,7%; SPD 16,7%) und der Abstand zwischen Grünen und SPD betrug hier also sensationelle 24% (während er auf gesamtmünchner Ebene 4,5% betrug).
Der sog. Hochhausentscheid von 2004 sei als letztes betrachtet. Während in gesamt München 51% dem Verbot von Hochhäusern über 100 Meter Höhe zustimmten, waren dies im 2. Stadtbezirk nur 44%. Hier war eine klare Mehrheit von 56% also gegen das Bürgerbegehren, dass der Ex-OB Kronawitter initiierte. Der 2. Stadtbezirk war damit der Bezirk mit der höchsten Stimmenzahl gegen das Verbot von Hochhäusern und unterstütze damit am stärksten die Haltung der rot-grün-rosa Stadtratsmehrheit, die den Bürgerentscheid ablehnte.

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: Die rot-grün-rosa Hochburg Münchens
Wie die Analyse der kommunalen Wahlergebnisse der letzten Jahre zeigte, sind Ludwigs- und Isarvorstadt die Stadtteile Münchens, die eindeutig hinter der rot-grünen-rosa Stadtratsmehrheit stehen und diese immer wieder mit großer Mehrheit unterstützen. Ein wesentlicher Faktor dürfte hier die Konzentration der schwul-lesbischen Bevölkerung sein, die für rot-grün ein sehr verlässliches Wählerpotential darstellen. Aber auch die anderen Bevölkerungsgruppen im 2. Stadtbezirk scheinen treue Rot-Grün-Wähler zu sein. Dies ist insofern beachtenswert, da die Sozialstruktur des Bezirks eindeutig eher mittelschichtsgeprägt ist. Alte und neue "Kreative", selbstbewusste Lesben und Schwule, Reste der alten SPD-Stammwählerschaft (Glockenbach und Schlachthof waren ja vor und nach dem 2. Weltkrieg angestammte Arbeiterviertel), aber auch mehr oder weniger wohlhabende, bildungsbürgerliche Mittelschichtangehörige, die ein buntes Innenstadtviertel den tristen Eigenheimkolonien am Stadtrand oder außerhalb vorziehen, geben wohl diese besondere Mischung ab, die den 2. Stadtbezirk prägen und ihn zum verlässlichen Rückhalt für rot-grün machen.